Der Einsatz von Ölen und Schmierstoffen scheint im ersten Blick verhältnismäßig einfach zu sein.
In der alltäglichen Praxis können bei Nichtbeachtung bestimmter Regeln markante Probleme bis gröbere Schäden hervorgehen. Damit das nicht passiert, benötigen Sie die richtigen Hintergrundinformationen und sollen lauernde Fehler vermeiden.
Lohnunternehmer aktuell hat nachfolgendes Interview mit Patrick Grömmer, Inhaber von PG-Schmierstoffe geführt. Darin werden wichtige Hinweise und Tipps für die Praxis aufgezeigt.
LU aktuell: Welche Entwicklung ist im Sektor Motoröle zu verzeichnen?
Grömmer: Moderne Motoren sind auf niedrige Emissionen bei meist geringeren Hubvolumen und höherer Aufladung konzipiert. Damit steigen die Anforderungen an Öle und Schmierstoffe. Als Beispiele sind verschärfte Abgasnormen, immer höhere Drücke in den Brennräumen und somit eine hohe Belastung für die dort verbauten Bauteile, steigende Drehmomente, Abgasnachbehandlung, längere Wechselintervalle usw. anzuführen. Ölhersteller reagieren auf diese Vorgaben und entwickeln dafür hochwertige Produkte.
LU aktuell: Was muss ein Motoröl heute leisten?
Grömmer: Viel Schmieren, wenig Kräfte übertragen, viel Reinigen, Abdichten und Kühlen. Achten Sie immer auf die Ölkompatibilität für ihre Motoren. Jeder neue Motor unterliegt verschärften Anforderungen und daher sind diese mit Baureihen vor 10 oder 20 Jahren nicht vergleichbar. Heutige Öle sind mit einer deutlich höheren Additivierung ausgestattet, weil das die Abgasnachbehandlung fordert. Jedes Öl besteht aus dem Grundöl, Fließverbesserer und Additiven.