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Österreich. Sie vertritt die Anliegen der Berufsbranche und ist Ansprechpartner
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Für Agrarökonom Dr. Franz Sinabell ist ein Preisdeckel auf Lebensmittel das schlechteste Mittel zur Bekämpfung der Teuerung. Warum? 

Ob auf Strom oder Lebensmittel: Der Ruf nach gedeckelten Preisen wird immer lauter. Was sagen Sie als Ökonom dazu?
Franz Sinabell: Preisdeckel heißt, dass Preise nicht über eine von der Politik festgelegte Schwelle steigen dürfen. Solche Höchstpreise werden eingeführt, wenn der Marktpreis von der Politik als „zu hoch“ eingestuft wird.

Welche Auswirkungen hat ein Preisdeckel auf Lebensmittel?
Werden Preisdeckel eingeführt, dann werden die entsprechenden Güter auf jene Märkte umgelenkt, die nicht reguliert werden. Der preisgeregelte Markt wird entweder gar nicht oder mit minderer Qualität versorgt. Da dann die Versor­gung nicht mehr gewährleistet ist, kommt es zu einer Interventionsspirale durch die Politik. Der Staat kauft Waren auf und gibt sie verbilligt ab oder subventioniert die Produktion. In dieser Falle steckt zum Beispiel Ägypten. Eine bestimmte Sorte von Brot hat seit Jahrzehnten den gleichen Preis. Die Subvention dafür belas­tet den öffentlichen Haushalt nun Jahr für Jahr mit immer höheren Ausgaben.

Sind Preisdeckel sozial fair?
Das kann ich nicht bewerten. Aus ökono­mischer Sicht ist ein Preisdeckel jedenfalls so ziemlich die schlechteste Maßnahme, die man ergreifen kann, um das eigentliche Problem zu bekämpfen. Das Problem ist ja nicht der Preis, sondern die Leistbarkeit von wichtigen Grundnahrungsmitteln für ärmere Haushalte.

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