Herzlich Willkommen auf der Homepage der VLÖ
Die VLÖ ist die Berufsorganisation für landw. und forstw. Lohnunternehmen in
Österreich. Sie vertritt die Anliegen der Berufsbranche und ist Ansprechpartner
für alle Fragen rund um den Betrieb eines Lohnunternehmens.
VLÖ - Vereinigung Lohnunternehmer Österreich
Berufsausbildung für Forsttechniker
An der Forstlichen Ausbildungsstätte (FAST) Rotholz in Tirol wird als einziger Standort in Österreich der Lehrberuf für den Forsttechniker ausgebildet. Jährlich absolvieren eine erste, eine zweite und eine dritte Klasse die Berufsschulausbildung.
Start der Lehrlingsausbildung im Jahr 2016
Die Lehrlingsausbildung wurde 2016 gestartet und anschließend in eine ständige Ausbildung übergeführt. Der Beruf zählt zu den jüngsten Berufen in Österreich. Die Lehrzeit beträgt drei Jahre und bei einer einschlägigen Vorausbildung kann sie auf zwei Jahre verkürzt werden. In jedem Lehrjahr ist der neunwöchige Berufsschullehrgang zu absolvieren. Dazwischen erfolgt die praktische Ausbildung im Lehrbetrieb und zwischen dem zweiten und dritten Berufsschulbesuch findet ein zusätzlicher Unterrichtsblock mit 140 Unterrichtseinheiten in der FAST Traunkirchen (Harvester- und Forwarderkurs) statt.
Lohnunternehmer aktuell hat im April 2024 die dritte Berufsschulklasse bei ihrer Ausbildung besucht. Im Ausbildungswald wird mit sämtlichen Maschinen gearbeitet. Dazu zählen eine Seilbahn, ein Harvester, Forwarder, Seilwinde und verschiedene andere forstlichen Geräte.
Der neue Ausbildungsleiter Ing. Georg Astner stand für ein Interview zur Verfügung.
LU aktuell: Wo liegen Ihre Ziele bei der Ausbildung der Jugendlichen?
Astner: Die Ziele der Ausbildung sind im Lehrplan klar definiert. Hierzu zählen als Beispiel der sichere und fachgerechte Umgang mit Werkzeugen, Geräten und Maschinen und arbeitsorganisatorische Überlegungen, um umweltfreundlich, sicher und trotzdem effizient Leistungen zu erbringen. Dabei soll das selbstständige, eigenverantwortliche und lösungsorientierte Handeln das oberste Ziel sein.
Herausforderungen für Maissilage betonte Silagen

Situation bei der Ernte 2023
Die Witterung des Vorjahres führte in vielen Gebieten zu sehr stärkereichen Maissilagen aufgrund kurzer Maispflanzen bei guter Kolbenausbildung. Stärkegehalte in Maissilagen von über 40% in der Trockenmasse sind keine Seltenheit.
Zu viel Stärke im Pansen
Stärke ist grundsätzlich eine gute Energiequelle, es kann aber auch zu viel des Guten sein! Wie sehr sich der Stärkegehalt der Maissilage in der Gesamtration auf den Maststier oder die Milchkuh auswirkt, hängt einerseits vom Anteil in der Ration, dem Trockenmassegehalt, der Kornzerkleinerung und der Lagerdauer ab. Zucker aus Grassilagen sowie Stärke durch das Kraftfutter erhöhen den Anteil an pansenabbaubaren Kohlenhydraten zusätzlich.
Mit zunehmender Lagerdauer werden die Nährstoffe im Pansen immer schneller abgebaut. Somit besteht in den Frühjahrs- und Sommermonaten das Risiko für Pansenübersäuerungen durch zu rasche bzw. zu hohe Säureanflutung. Hier muss die Ration geändert werden.
Verstärkt wird das Risiko bei Hitzestress, Futterselektion, wenigen, hohen Kraftfuttergaben und Nacherwärmung. Die Tiere nehmen hier ungleichmäßig das Futter auf, wodurch die Fermentation im Pansen stark beeinträchtigt wird. Im Pansen herrscht bei übertriebenem Stärkeabbau ein Machtkampf zwischen stärkeabbauenden und säureempfindlichen Mikroben. Es werden dabei sogar Toxine gebildet, welche die Pansenschleimhaut sowie sämtliche Blutgefäße im Tier entzünden.
Technische Genehmigung von Fahrzeugen
Fahrzeuge benötigen für den Betrieb auf öffentlichen Straßen ein Zulassungsdokument, das durch eine technische Genehmigung erteilt wird. Anschließend kann das Fahrzeug zum öffentlichen Verkehr zugelassen werden. Fahrzeuge mit Überbreite, erhöhten Achslasten oder anderen Ausnahmegründen benötigen eine Sondergenehmigung (Routengenehmigung), die bei der zuständigen Stelle für die Straßennutzung zu beantragen ist.
Bei der technischen Genehmigung wird in zwei Arten unterschieden:
• Nationale Betriebserlaubnis durch nationale Einzelgenehmigung oder nationale Typengenehmigung:
Die Typengenehmigung wird angewendet, wenn der Hersteller mehrere Fahrzeuge gleichen Typs anfertigt und die Type bzw. Serie der Behörde zur Genehmigung vorlegt. Für jedes produzierte Fahrzeug wird ein Fahrgestellnummer bezogener Typenschein ausgestellt. Dieser ist nur in Österreich gültig. Typengenehmigungen sind beim BMK zu beantragen. Für einzelne Fahrzeuge z.B. auf den Kunden angepasste Güllefässer, Selbstfahrmaschinen, umgebaute Fahrzeuge, etc. wird die nationale Einzelgenehmigung angewendet. Ebenso betrifft dies Fahrzeuge und Anhänger, wo weder eine nationale Typengenehmigung noch eine EU-Übereinstimmungsbescheinigung erstellt wurde. Dazu zählen Fahrzeuge in Kleinserien oder historische Fahrzeug bzw. importierte Fahrzeuge aus dem Ausland.
Wichtige Antworten zum Umgang mit Ölen und Schmierstoffen
Der Einsatz von Ölen und Schmierstoffen scheint im ersten Blick verhältnismäßig einfach zu sein.
In der alltäglichen Praxis können bei Nichtbeachtung bestimmter Regeln markante Probleme bis gröbere Schäden hervorgehen. Damit das nicht passiert, benötigen Sie die richtigen Hintergrundinformationen und sollen lauernde Fehler vermeiden.
Lohnunternehmer aktuell hat nachfolgendes Interview mit Patrick Grömmer, Inhaber von PG-Schmierstoffe geführt. Darin werden wichtige Hinweise und Tipps für die Praxis aufgezeigt.
LU aktuell: Welche Entwicklung ist im Sektor Motoröle zu verzeichnen?
Grömmer: Moderne Motoren sind auf niedrige Emissionen bei meist geringeren Hubvolumen und höherer Aufladung konzipiert. Damit steigen die Anforderungen an Öle und Schmierstoffe. Als Beispiele sind verschärfte Abgasnormen, immer höhere Drücke in den Brennräumen und somit eine hohe Belastung für die dort verbauten Bauteile, steigende Drehmomente, Abgasnachbehandlung, längere Wechselintervalle usw. anzuführen. Ölhersteller reagieren auf diese Vorgaben und entwickeln dafür hochwertige Produkte.
LU aktuell: Was muss ein Motoröl heute leisten?
Grömmer: Viel Schmieren, wenig Kräfte übertragen, viel Reinigen, Abdichten und Kühlen. Achten Sie immer auf die Ölkompatibilität für ihre Motoren. Jeder neue Motor unterliegt verschärften Anforderungen und daher sind diese mit Baureihen vor 10 oder 20 Jahren nicht vergleichbar. Heutige Öle sind mit einer deutlich höheren Additivierung ausgestattet, weil das die Abgasnachbehandlung fordert. Jedes Öl besteht aus dem Grundöl, Fließverbesserer und Additiven.
Lohnunternehmer-Aktuell, Ausgabe Mai 2024

In der Ausgabe werden folgende Themen behandelt:
- Aus der Verbandsarbeit
- Neue Vorschriften für Arbeitsvertrag und Arbeitszettel
- Ein gutes Bilanzbild hilft bei der Finanzierung
- EU-Entwaldungsverordnung bringt neue Dokumentationsverpflichtungen
- Wieselburger Messe
- Herausforderungen für Maissilage betonte Silagen
- Landschaftspflege ist Werterhalt an der Natur
- Berufsausbildung für Forsttechniker
- KV-Agrarservice: Vorgehensweise bei Reisekosten
- Technische Genehmigungen von Fahrzeugen
- Ausstattung Begleitfahrzeuge
- Kalkausbringung als Lohnunternehmer
- Wichtige Antworten zum Umgang mit Ölen und Schmierstoffen
- LOHNUNTERNEHMEN Image Award
Auch Lastschaltgetriebe werden weiterentwickelt

Stufenlosgetriebe sind bei Traktoren weiterhin auf dem Vormarsch. Nichtsdestotrotz können sich auch lastschaltbare Stufengetriebe behaupten, nicht zuletzt wegen ihren hohen Volllastwirkungsgraden und ihrer Langlebigkeit. Bei den jüngsten Entwicklungen paaren die Hersteller feine Gangabstufungen mit hohem Fahrkomfort.
Anforderungen an Getriebe
Hauptaufgabe von Fahrzeuggetrieben ist die Anpassung der Fahrgeschwindigkeiten an die jeweiligen Fahr-/Einsatzbedingungen sowie die Umkehr der Fahrtrichtung. In kleinen Gängen liegt ein großes Übersetzungsverhältnis vor, wodurch die Drehzahl zwischen Motorschwungrad und Radnaben stark reduziert und das Drehmoment entsprechend erhöht wird. Hiermit können hohe Zugkräfte bei kleinen Fahrgeschwindigkeiten dargestellt werden, was beispielsweise beim Pflügen erforderlich ist. In großen Gängen ist es umgekehrt: Das Übersetzungsverhältnis ist hier klein, was zu höheren Fahrgeschwindigkeiten bei geringeren Zugkräften führt, eine typische Situation bei Transportarbeiten. Getriebe werden deshalb auch als Drehmoment-/Drehzahlwandler bezeichnet.
Teuerste Baugruppe bei Traktoren
Bei Traktoren kommen aber noch weitere Aufgaben dazu: Die Antriebe von Heckzapfwelle, Allrad und Hydraulikpumpe(n) sowie in vielen Fällen der „Haushalt“ für das Hydrauliköl. Vorderachsträger, Motor, Getriebe und Hinterachse bilden bei Standardtraktoren zudem oft die tragende Struktur (Blockbauweise), womit dem Getriebegehäuse auch eine Chassis-Funktion zukommt. Getriebe und Hinterachse weisen überdies zahlreiche funktionale Besonderheiten auf, was diese „Transaxle“ genannte Einheit zur teuersten Traktorbaugruppe machen. Die Gegenüberstellung von Merkmalen typischer Traktor- und Lkw-Getrieben in Tabelle 1 soll dies verdeutlichen.