Herzlich Willkommen auf der Homepage der VLÖ
Die VLÖ ist die Berufsorganisation für landw. und forstw. Lohnunternehmen in
Österreich. Sie vertritt die Anliegen der Berufsbranche und ist Ansprechpartner
für alle Fragen rund um den Betrieb eines Lohnunternehmens.
VLÖ - Vereinigung Lohnunternehmer Österreich
Entlastungspaket für die Landwirtschaft

Versorgungssicherungspaket der Bundesregierung
Zur Entlastung für die aktuell hohen Betriebsmittelkosten für Energie, Dünger- und Futtermittel in der Landwirtschaft hat die Bundesregierung ein eigenes Paket für die Landwirtschaft geschnürt. Damit soll die Versorgung mit Lebensmitteln abgesichert werden.
Der Versorgungssicherungsbeitrag bemisst sich aus einer flächen- und tierbezogenen Komponente:
- Tierbezogene Komponente mit 14 Euro je GVE (Großvieheinheit)
- Flächenbezogener Beitrag je nach Flächennutzung
- 29,30 Euro pro ha Ackerfläche
Zuschlag von 22,60 Euro pro ha Hackfrüchte, Feldgemüse, Gemüse im Freiland, Gartenbaukulturen, Blumen und Zierpflanzen im Freiland, Erdbeeren
- 82,50 Euro pro ha Dauerkulturen (z.B. Wein, Obst, …)
- 38,60 Euro pro ha Mähwiese, -weide mit mindestens zwei Nutzungen
- 16,20 Euro pro ha einmähdige Wiesen und Kulturweiden
- 5,10 Euro pro ha Almen, Bergmähder, Hutweiden, Streuwiesen, Grünlandbache
Die Abwicklung erfolgt durch die AMA anhand des eingereichten Mehrfachantrags für das Jahr 2022 und eines automatisierten Antrages.
Hohes Vertrauen in Lebensmittel
Fast drei Viertel der Österreicher machen sich keine Sorgen um die Sicherheit der Lebensmittel. Im Rahmen der 20 Jahre AGES-Feier am 14. Juni 2022 in Linz wurde der AGES Risikobarometer „Gesundheit und Umwelt“ präsentiert. Dieser ermittelt in regelmäßigen Abständen die Risikowahrnehmung und den Informationsstand der österreichischen Bevölkerung. Er wurde vor fünf Jahren etabliert und liefert erstmalig Vergleiche zur Risikowahrnehmung und zum Informationsstand über diesen Zeitlauf.
Ergebnisse des AGES Risikobarometer
Die höchste Beunruhigung besteht derzeit bei den Themen Umweltverschmutzung, Klimawandel und soziale Ungleichheit. Besonders zugenommen hat die Sorge über die Energieversorgung und über Epidemien und Tierseuchen, wenngleich diese ihren Höhepunkt der Beunruhigung 2020 hatten. Die geringsten Sorgen bereiten den Österreicherinnen die Lebensmittelsicherheit sowie die Ernährungsqualität und -versorgung.
Von allen Items zu den Themen Klima, Umwelt, Gesundheit und Ernährung ist die Risikowahrnehmung bei der Wirkung von Pflanzenschutzmitteln auf die Umwelt, Flächenversiegelung und -verbrauch, Verlust von naturnahen Lebensbereichen und schwindenden Gletschern am höchsten, am geringsten ist sie bei der Wasserqualität und bei krankmachenden Keimen In Lebensmitteln.
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Betriebswirtschaftliche Beratung als Kernkompetenz

Die Beratung zu betriebswirtschaftlichen Themen zählt zu den Kernkompetenzen der VLÖ. Im Vordergrund steht ein nachhaltiger Einsatz von landtechnischen Maschinen für die Land- und Forstwirtschaft und den außerlandwirtschaftlichen Bereich.
Helmut Scherzer leistet in der betriebswirtschaftlichen Beratung sowohl Grundlagenarbeit als auch verschiedene Anwendungen für die Praxis. Diese erstrecken sich über Investitionsplanungen, klassische Vorkalkulation z.B. der Ermittlung von Arbeitspreisen, Nachkalkulation von Aufträgen, Betriebszweiganalysen, der Jahresplanung oder von Controlling-Auswertungen. In wirtschaftlich herausfordernden Zeiten gilt es mit dem Zahlenwerk wesentlich genauer und vor allem umsichtiger umzugehen.
Ich empfehle Ihnen auch laufend Auswertungen z.B. halbjährlich einen SOLL/IST-Vergleich durchzuführen. Damit verschaffen Sie sich eine bessere Übersicht zu den aktuellen Geschehnissen im Unternehmen und Sie können rechtzeitig gegensteuern. Zeitnah durchgeführte Analysen schaffen Vertrauen zum eingeschlagenen Fahrplan. Sie können nur während des Jahres etwas verändern. Wenn das Jahr vorbei ist, dann ist es zu spät und Umsatz sowie Liquidität können verloren sein.
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Erfolgreiche Seminare 2022
Die VLÖ veranstaltet jährlich Seminare für Unternehmer und Mitarbeiter in Dienstleistungsunternehmen. Im abgelaufenen Winter wurden Seminare zur „Preisgestaltung im LU“ – in Präsenz- und Onlineform, die „Umsetzung des neuen KV Agrarservice“ mit der Führung von Arbeitsaufzeichnungen und neu jeweils das Seminar „Qualitätsmanagement von ländlichen Dienstleistungen“ und „Keine Angst vor Ausschreibungen“ durchgeführt.
Preisgestaltung im LU – Arbeitspreise und Preisstrategie
Der Arbeitspreis bildet die Grundlage für ein erfolgreiches Wirtschaften. Wer keine kostendeckenden Preise verrechnet, der fährt Verluste ein und arbeitet nicht nachhaltig. Leider fehlt in der Praxis oft das Bewusstsein, wie sich bestimmte Kosten zusammensetzen und in der Preisgestaltung berücksichtigt werden müssen. Massive Teuerungen bei den Betriebsmittelaufwendungen fordern ein Überarbeiten bestehender Kalkulationen und die Neugestaltung von Preisen. Hier ist auch die verwendete Preispolitik zu hinterfragen und gegebenenfalls zu ändern. Vielen Unternehmern, aber auch den Kunden muss das noch bewusst gemacht werden, denn manche meinen sie können so weiter machen, wie bisher.
Am 27. Jänner haben wir in einer sehr intensiven Runde mit den Fragen zur Preisgestaltung befasst. Dabei konnten Beispiele bearbeitet und die Auswirkungen auf den erforderlichen Arbeitspreis näher verfolgt werden. Transparenz zur Zusammensetzung von Kosten, wie kalkuliere ich einzelne Arbeitsverfahren, der Umgang mit der Preisgestaltung in der Praxis mit den verschiedenen Modellen (Stundenpreis, Leistungspreis, Kombi-Preis, Aufpreise und Vergünstigungen) und die Vermittlung der Botschaften zum Kunden standen dabei im Mittelpunkt.
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Dienstleister müssen die Preise selbst kalkulieren

Liebe Lohnunternehmerin,
lieber Lohnunternehmer,
in den letzten Wochen sind bei mir verstärkt Anrufe zur Gestaltung von Arbeitspreisen eingegangen. Dies ist nicht unbegründet, denn viele Unternehmer, aber auch Landwirte als Dienstleister sind verunsichert. Bei den Gesprächen mit Landwirten kursieren Aussagen, wonach die Arbeitspreise eine Ausgewogenheit zwischen den Interessen der Kunden und den Interessen der Dienstleister erfahren sollen. Bei diversen Bauernversammlungen wird dafür Stimmung gemacht, dass beide Seiten beigeben sollen. Für mich stellt sich die Frage, um welche Interessen es hier geht, wenn die Lieferanten z.B. der Mineralölhändler, der Ersatzteilversorger oder der Folienhändler um 20, 30 oder mehr Prozent gegenüber dem Vorjahr seinen Verkaufspreis ändern musste. Die Rohstoff- und Herstellkosten sind entsprechend angestiegen. Uns ist allen bekannt, welche Gründe dahinterstehen und welche Auswirkungen das haben wird. Parallel steigen die Preise für Agrarprodukte und das ist gut so. Zu dieser Diskussion können Dienstleister nur eine klare Antwort geben: Die entstehenden Mehrkosten für Betriebsmittel, Maschinennutzungen, die Arbeit der Mitarbeiter usw. müssen in vollem Umfang an den Kunden weiter verrechnet werden. Jeder Unternehmer, der hier nachgibt hat verloren. Bei Ertragsspannen mit 0–2 Prozent des Umsatzes oder auch bei negativen Erträgen kann eine solche Diskussion nicht geführt werden. Diese Rechnung würde vollständig auf dem Rücken der Dienstleister ausgetragen werden.
Silierhilfsmittel: wenn ja dann richtig!
Silierzusätze können bei richtigem Einsatz – abhängig von Wirkungsrichtung, Dosierung laut Empfehlung und guter Verteilung – den Gärverlauf bzw. die Stabilität der Silage verbessern. Leider gibt es kein problemlösendes Siliermittel mit Allroundwirkung für alle Einsatzbereiche, aber immerhin geben geprüfte Produkte mit positivem Wirkungsnachweis (z.B. DLG-Gütesiegel) dem Anwender gute Sicherheit, dass bei sachgemäßer Anwendung die Gärqualität höchstwahrscheinlich verbessert werden kann.
Fehlgärung bei Grassilage verhindern
Die erfolgreiche Konservierung von Grünlandfutter zu hochwertiger Grassilage hängt stark von der Siliereignung des Pflanzenbestandes, der Einhaltung der Silierregeln und den Wetterbedingungen ab. Praxisuntersuchungen im bundesweiten LK-Silageprojekt 2020 zeigten, dass es bei rund 80 % der Grassilageproben zur Bildung von mehr als 3 g Buttersäure je kg TM kam, was ein Indikator für ungünstige Gärqualität ist (Abbildung 1). Im Durchschnitt lag der Buttersäuregehalt der österreichischen Grassilagen im Jahr 2020 auf 13,4 g/kg TM!