Herzlich Willkommen auf der Homepage der VLÖ
Die VLÖ ist die Berufsorganisation für landw. und forstw. Lohnunternehmen in
Österreich. Sie vertritt die Anliegen der Berufsbranche und ist Ansprechpartner
für alle Fragen rund um den Betrieb eines Lohnunternehmens.
VLÖ - Vereinigung Lohnunternehmer Österreich
Welche Preisanpassungen für 2023 durchführen?
Die Verrechnung von kostendeckenden Preisen ist aufgrund massiver Teuerungen für viele Dienstleistungsbetriebe ein großes Thema. Dennoch gilt es sich dieser Herausforderung zu stellen und dem Kunden durch Aufklärung die notwendigen Hintergrundinformationen und Verständnis zu vermitteln. Wer darauf verzichtet oder die notwendige Härte nicht durchsetzen kann bzw. will, hat schnell ein wirtschaftliches Nachsehen. Wer in den letzten ein bis zwei Jahren Neuinvestitionen getätigt hat, muss die erhöhten Anschaffungspreise und damit höhere Abschreibungen bzw. Wertminderungen in der Kalkulation entsprechend berücksichtigen.
Argument geringerer Dieselpreis
In letzten Wochen hört man sehr oft das Argument des geringeren Dieselpreises. Der Diesel ist aktuell deutlich günstiger gegenüber dem Durchschnitt des letzten Jahres. Laut den Berechnungen aus den wöchentlichen Veröffentlichungen des BMK lag im Vorjahr der Durchschnittspreis für den Diesel (gemittelter Wert über alle Wochen) bei genau 1,50 Euro netto bzw. 1,80 Euro brutto. Die Reduktion des aktuellen Dieselpreises gibt sehr oft Anlass für heuer auf Erhöhungen verzichten zu können. Diese Aussage können wir nicht teilen, denn für die anderen Kosten – rund ¾ der Kosten stammen aus den anderen Bereichen – entstand eine deutliche Erhöhung, die in einer Bandbreite von 11 bis 13 Prozent gegenüber dem Vorjahr liegt. Somit sind Preisanpassungen für 2023 unumgänglich. Die Ertragsspannen für agrarische Dienstleistungen bewegen sich im Bereich von 0,5 bis 3 Prozent vom Umsatz. Wer darauf verzichtet, fährt für dieses Jahr ein dickes Minus ein, oder er kann keine Ersatzinvestitionen tätigen.
Warum sich ein durchdachtes Silomanagement immer auszahlt?
Die Auswertung des letzten Silageprojekts bestätigt wieder einmal, dass die Gärqualitäten der österreichischen Silagen von vielen Faktoren beeinflusst werden, die jeder Landwirt selbst steuern kann.
Mahd
Hier kommt es natürlich in erster Linie auf den richtigen Schnittzeitpunkt an. Besonders beim ersten Aufwuchs sollte dieser nicht übersehen werden und jedenfalls zeitig im Stadium des Ähren- und Rispenschiebens liegen. Wenn möglich sollte das Futter vor dem Mähen abgetrocknet sein, um einerseits Verschmutzungen im Futter zu vermeiden und andererseits um eine ausreichende Zuckerkonzentration in der Blattmasse der Gräser für die Silierung zu erreichen. Frühmorgens gemähtes Futter hat zum Beispiel die Hälfte an Zuckergehalt, als jene Silagen, die erst am frühen Nachmittag gemäht werden. Am Abend gemähtes Futter hat zwar über den ganzen Tag in Summe einen noch höheren Zuckergehalt in der Blattmasse angereichert, dieser wird jedoch über Nacht zum Teil wieder veratmet und steht somit nicht mehr zur Gänze den Milchsäurebakterien zur Verfügung. Wie die Auswertung in der Grafik zeigt, haben auch die unterschiedlichen Mähwerkstypen, sowie die Schnitthöhe einen nicht unerheblichen Einfluss auf das Gärsäuremuster. So ist die positive Wirkung eines Mähaufbereiters unumstritten, da die Zellwände besser aufgebrochen werden und der darin enthaltene Zucker somit schneller den Milchsäurebakterien zur Verfügung steht. Bei der anzustrebenden Schnitthöhe sollten die 7 cm unbedingt eingehalten werden. Die Projektteilnehmer mit einer Schnitthöhe von unter
5 cm hatten im Durchschnitt deutlich höhere Clostridiengehalte in den Silagen, auch der Buttersäuregehalt war im Durchschnitt mit fast 9 g pro kg Trockenmasse (TM) dreimal so hoch wie der angestrebte Soll-Bereich von unter 3 g pro kg TM.
Lohnunternehmen sichern bäuerliche Landwirtschaft

Liebe Mitglieder und Freunde der VLÖ,
die Absicherung einer bäuerlichen und kleinstrukturierten Landwirtschaft in Österreich wird von unseren Agrarvertretern stark in den Mittelpunkt gestellt. Wir unterstützen diese Absicht, denn jeder landwirtschaftliche Betrieb leistet einen wichtigen Beitrag für unsere Gesellschaft. Die ländlichen Regionen sind von Absiedelungen betroffen und wir müs-sen die Wirtschaftskraft in diesen Räumen stärken. Das gelingt dann, wenn wir effizient arbeiten und eine gute Wertschöpfung generieren können. Beim Maschineneinsatz gilt: „Das Bessere ist der Feind des Guten“ und das wusste schon der französische Aufklärer Voltaire im 18. Jahrhundert.
Wenn eine zuverlässige Erntearbeit erledigt werden soll z.B. Silierung, Getreidedrusch, Stroh pressen oder Kartoffelernte dann leisten wir Lohnunternehmen vollen Einsatz und unterstützen jeden Landwirt, egal ob groß oder klein. Es geht darum ein bestmögliches Arbeitsergebnis und die Sicherung einer hochwertigen Ernte zu erreichen. Wir bieten unseren Kunden modernste Technik mit hoher Schlagkraft zu kostengünstigen Preisen. Aus diesem Grund können wir die in der neuen GAP auferlegten Benachteiligungen für unsere Branche, wo Landwirte Maschinenförderungen erhalten und wir Lohnunternehmen davon ausgeschlossen sind, nicht nachvollziehen. Dieser Keil dividiert uns auseinander und fördert Schattenwirtschaft. Besonders stark verspüren wir diese Nachteile bei der bodennahen Gülleausbringung, wo Lohnunternehmen mit moderner Technik, hoher Schlagkraft und effizienter Arbeit dafür prädestiniert sind. Landwirte investieren dank Förderungen in teure Güllefässer, die meist aufgrund eines begrenzten Zeitbudgets nur eine geringe Auslastung erreichen.
Lohnkosten kalkulieren
Mit der Erhöhung der Mindestlöhne entsteht auch der Bedarf für eine Überarbeitung der Personalkalkulation. In Abhängigkeit der Größe der Maschinen betragen die Personalkosten zwischen 18 und 25% des Umsatzes. Bei kleineren Maschinengespannen sind die anteiligen Personalkosten höher, bei größeren Maschinen z.B. Hackmaschine, große Mähdrescher geringer.
In vielen Branchen besteht aktuell ein Mitarbeitermangel und dieser trägt dazu bei, dass Lohnanpassungen eher überdurchschnittlich ausfallen. Branchen mit stärkeren wirtschaftlichen Schwankungen können sich für zu erwartende Abschwächungen überdurchschnittliche Lohnanpassungen kaum bis schwer leisten. Dazu zählt auch der Agrarsektor, der in den kommenden Jahren, wie bspw. heuer mit niedrigeren Agrargüterpreisen kalkulieren muss.
Dies drückt auf die Arbeitspreise in der Branche.
Vorsicht bei Lohnanpassungen geboten
Im Interesse einer Nachhaltigkeit empfehlen wir bei den Lohnanpassungen mit Augenmaß vorzugehen. Die in den Kollektivverträgen vereinbarte Mindestlohnanpassung müssen sie im Betrieb umsetzen.
Gülle ist Wertstoff und hochwertiger Volldünger

Lohnunternehmen bieten professionelle Lösungen.
Wirtschaftsdünger verfügen über wertvolle Pflanzennährstoffe, die mittels moderner Technik effizient und umweltschonend ausgebracht werden können. Diese fallen in der Tierhaltung an und müssen im Sinne einer Kreislaufwirtschaft den landwirtschaftlichen Flächen wieder zurückgeführt werden. Beim Wirtschaftsdünger stellt die Gülle den Hauptteil dar, weil dieses System aus arbeitswirtschaftlichen Überlegungen klare Vorteile bietet.
Die Hersteller von Maschinen zur Wirtschaftsdüngerausbringung haben Lösungen entwickelt und bieten Geräte mit hoher Verteilgenauigkeit und das auch bei geringen Ausbringmengen an. Damit erhält der Wirtschaftsdüngereinsatz eine ähnlich präzise Dosiermöglichkeit, wie die Verteilung von Mineraldünger.
Logistische Anforderungen
Die Manipulation von Wirtschaftsdünger stellt logistische Anforderungen, weil große Volumen bzw. Kubaturen zu bewegen sind. Ein Tierhaltungsbetrieb produziert heute 800 bis 2000 Kubikmeter und mehr Gülle im Jahr. Je Milchkuh fallen jährlich rund 20 m³, je Schweinemastplatz 1,5 m³ unverdünnte Gülle an. Das ist wertvoller Dünger, der zur Verbesserung der Humusbilanz genutzt werden muss. Eine effiziente Ausbringung des Düngers hat daher hohe Priorität.
NEU: Online Kalkulator

Zur einfachen Ermittlung von Verfahrenskosten beim Einsatz land- und forstwirtschaftlicher Maschinen in Dienstleistungsunternehmen wurde der Online-Kalkulator entwickelt.
Sie können mit ihrem PC oder mobil mittels Smartphone bzw. Tablet Maschinengespanne kalkulieren.
Freier Zugang zur Berechnung
Der freie Zugang ermöglicht eine Berechnung für jeden Nutzer. Er liefert für Unternehmen und ebenso für Landwirte im Rahmen einer Nebentätigkeit wichtige Grundlagen. Achten Sie bitte bei den verwendeten Werten auf ihre eigenen Praxiszahlen, z.B. durchschnittliche Jahresaufwendungen für Reparaturen, Betriebskosten etc., denn diese können einzelbetrieblich stark abweichen.
Mit dem Online-Kalkulator stellen wir ein Arbeitswerkzeug für eine transparente und nachvollziehbare Berechnungsgrundlage zur Verfügung. Es geht darum mehr Bewusstsein und Klarheit für den Umgang mit entstehenden Kosten zu schaffen.
Häufig verwendete Maschinengespanne vordefiniert
Zur Erreichung von raschen Ergebnissen haben wir einzelne Maschinengespanne bereits vordefiniert. Sie dienen als Mustervorlage und diese können verwendet sowie überschrieben werden. Weiter haben Sie die Möglichkeit individuelle Maschinengespanne zusammenzustellen und zu kalkulieren. Arbeiten Sie mit realistischen Annahmen z.B. Auslastungen, die in der Praxis auch erreicht werden können.
Näheres unter www.online-kalkulator.at
Nähere Informationen finden Sie hier