Herzlich Willkommen auf der Homepage der VLÖ
Die VLÖ ist die Berufsorganisation für landw. und forstw. Lohnunternehmen in
Österreich. Sie vertritt die Anliegen der Berufsbranche und ist Ansprechpartner
für alle Fragen rund um den Betrieb eines Lohnunternehmens.
VLÖ - Vereinigung Lohnunternehmer Österreich
Getreideproduktion in Österreich
Die Produktion von Getreide hat in Österreich eine lange Tradition und sie ist für die beteiligten Sektoren von hoher Bedeutung. Getreide dient als Grundnahrungsmittel zur menschlichen Ernährung, Fütterung von Tieren und wird als Rohstoff für die Herstellung von Genussmitteln und technischen Produkten verwendet.
Die Ackerfläche Österreichs beträgt rund 1,33 Mio. Hektar. Davon wird auf 765.000 Hektar (57 %) Getreide inklusive Mais angebaut. Ein wichtiger Bestandteil in der Getreideproduktion ist Weizen, der auf rund 248.000 Hektar wächst. Aufgrund der günstigen Wachstumsbedingungen ist Weizen die bedeutendste Getreideart in Österreich. Durchschnittlich werden pro Hektar sechs Tonnen geerntet. Weltweit ist Weizen das wichtigste Getreide, denn es ist vielseitig verwendbar.
Weizenanbaugebiete in Österreich
Das traditionelle österreichische Qualitätsweizengebiet erstreckt sich auf das mittlere und östliche Niederösterreich sowie das nördliche und mittlere Burgenland. Klimatisch wird diese Region als pannonisches Klimagebiet bezeichnet. Die tiefgründigen und humusreichen Böden dieser Region haben positiven Einfluss auf die Weizenqualitäten. Obwohl die Erträge aufgrund des fehlenden Wassers niedriger als im Alpenvorland (westliches Niederösterreich und Oberösterreich) sind, weist speziell der pannonische Weizen sehr gute Backeigenschaften auf, der weit über die heimischen Grenzen hinaus vermarktet wird (Qualitätsweizengebiet).
Quellen für Brandgefahren bei hohen Temperaturen reduzieren
Hohe Temperaturen sind ein natürlicher Wegbegleiter für Maschinenbrände, denn funkelnde Steine, ein heißes Lager oder andere heiße Teile können schnell „Feuer fangen“. In den Sommermonaten muss bei hohen Umgebungstemperaturen trotzdem gearbeitet werden.
Wer sich vor den Arbeiten richtig vorbereitet, kann entstehende Gefahrenquellen leichter ausschalten oder Folgen eines Brandes abmildern. Wenn aus der Maschine ein Feuer schlägt, gilt es umsichtig zu reagieren.
In den letzten Wochen waren Maschinenbrände und ebenso Feldbrände in den Berichterstattungen mehrmals zu lesen bzw. davon zu hören.
Regel 1: Regelmäßige und vorbeugende Wartung
Heiß gelaufene Lager zählen zu den häufigsten Brandursachen an Land- und Forstmaschinen. Der rechtzeitige Austausch verschlissener Lager reduziert nicht nur das Ausfallrisiko der Maschine, sondern mindert die Brandgefahr. Lager regelmäßig und nur im benötigten Ausmaß abschmieren. Ausgetretenes Fett kann ein Brandereignis begünstigen. Bewegte Metallteile dürfen nicht reiben, denn durch Reibung entsteht Wärme und in Verbindung mit brennbaren Materialien (z.B. Staub, Stroh, Heu, etc.) entsteht Feuer. Ein Problem sind Steine beim Stroh- oder Heupressen. Die Pickup nicht zu tief stellen.
Versuchen Sie, dass auf der Maschine kein Staub, Feinmaterial oder Spreu liegenbleibt. Eine regelmäßige Reinigung z.B. durch Abblasen verringert das Brandrisiko. Am Staub kann sich bei hohen Temperaturen schnell ein Feuer entzünden. Täglich soll mindestens einmal am Tag eine Sichtkontrolle und Reinigung vorgenommen werden. Bei staubentwickelnden Arbeiten z.B. Strohpressen kann eine mehrmalige Reinigung am Tag erforderlich sein. Der gesamte Luftweg für Maschinen wie Zuluft, Abluft, etc. muss frei sein.
CEETTAR: Arbeit für Lohnunternehmen in Europa
Von 31. Mai bis 2. Juni 2023 fand in Grieskirchen die europäische Konferenz der nationalen Lohnunternehmer-Verbände statt. Im Mittelpunkt stand die General Assembly (Generalversammlung) am 1. Juni mit der Neuwahl des CEETTAR-Vorstands, Besichtigungen und ein Erfahrungsaustausch zwischen den Teilnehmern.
24 Personen aus zehn verschiedenen Ländern trafen sich zur dreitägigen Veranstaltung. Im Rahmen der Generalversammlung lud Präsident Klaus Pentzlin die Teilnehmer ein, sich zu den aktuellen Herausforderungen der Branche und ihrer Mitgliedsbetriebe zu äußern. Gerard Napias, Vizepräsident der CEETTAR und Präsident der französischen Organisation FNEDT erinnerte daran, dass die Aufgabe von Lohnunternehmen darin besteht dem Kunden ein gebündeltes Paket: „ein Mensch, eine Maschine und ein Wissen“ anzubieten. Die Kombination gilt als Grundlage für erfolgreiche Arbeit. „Die Rekrutierung und Förderung von Fachkräften ist der Schlüssel zum Erfolg“, so Napias.
Neben den anderen diskutierten Themen ist die „Grüne Agenda“ (GAP) für Europa die führende Veränderung für die folgenden Jahre.
Vorstellung Veranstalterland Österreich
Vorsitzender Manfred Humer und Geschäftsführer Helmut Scherzer von der VLÖ stellten die Entwicklung der Lohnunternehmer-Branche in Österreich vor. Lohnunternehmen sind wichtige Partner der Land- und Forstwirtschaft und des ländlichen Raums. Fehlende Gleichbehandlungen für Lohnbetriebe in Österreich erschweren die Arbeit und die Entwicklung des Sektors massiv. Die Landwirtschaft benötigt verlässliche Partner für zeitgemäße Arbeitserledigungen. In Österreich besteht ein hoher Fokus auf Eigenmechanisierungen und Investitionsförderungen von Landwirten, wo Lohnunternehmen davon ausgeschlossen sind.
Bericht über die Arbeit in den ständigen Ausschüssen
Die fachliche Arbeit wird in den ständigen Ausschüssen bzw. Arbeitsgruppen vorgenommen. Dabei werden nationale Interessen koordiniert und Vorstöße für Veränderungen und Verbesserungen eingebracht. Jeder Mitgliedsverband nominiert Vertreter für die einzelnen Arbeitsgruppen. Helmut Scherzer arbeitet in den Standing Committees Rural Activities and CAP und Mobile Machinery mit. Die Sitzungen erfolgen überwiegend Online und sind daher sehr zeiteffizient.
Errichtung und Instandhaltung von Forststraßen und ländlichen Verkehrswegen:
Welche rechtlichen Voraussetzungen sind dazu erforderlich?
Ländliche Verkehrswege, wie Forststraßen, Güterwege oder Zufahrten zu land- bzw. forstwirtschaftlichen Nutzflächen werden oft als wassergebundene Decke, auch unbefestigter Weg oder Schotterstraße genannt, angelegt. Für diese Maßnahme spricht der naturnahe Wegebau, der unter Berücksichtigung der Belange des Natur- und Landschaftsschutzes vorgenommen wird. Weiter sprechen die kostengünstige und umweltfreundliche Bauweise für diese Form. Erschließungswege zu land- und forstwirtschaftlichen Flächen werden nur zu diesem Zweck befahren. Der Abtransport von Holz mit Lkw oder von landwirtschaftlichen Erzeugnissen mit Traktoren und anderen Agrarmaschinen muss möglich sein. Forststraßen benötigen daher einen schichtweisen Aufbau, der den Belastungen der Fahrzeuge standhält.
Anlage bzw. Neugestaltung von Verkehrswegen
Bei der Anlage oder Neugestaltung ländlicher Verkehrswege sind meist umfangreiche Baumaßnahmen zu setzen. Dazu zählen die Erschließung der Wegtrasse und die Herstellung der Grundlagen für den Unterbau. Hier sind Baggerarbeiten mit Abtragungen (z.B. der Entfernung von Hängen und Böschungen, ggf. dem Aufbau von Stützmauern), Aufschüttungen, Überführungen, Verrohrungen, eventuell einem Brückenbau oder andere Geländekorrekturen vorzunehmen. In der Regel erstrecken sich diese Aufgaben auf facheinschlägige Maßnahmen, die nur von ausreichend Befugten ausgeführt werden dürfen. Als Qualifikationsvoraussetzungen gelten der Befähigungsumfang Baumeister oder eingeschränkte Befähigungen wie z.B. Baugewerbetreibender, eingeschränkt auf Erdbau bzw. Befähigungen für die Ausführung von Tiefbauarbeiten. Anbieter, die diese Arbeiten ausführen, müssen über die erforderlichen Gewerbeberechtigungen verfügen. Sollten Schäden auftreten, dann entstehen Fragen der Haftung und der Deckung durch Versicherungen. Verursacher von Schäden haften dafür. Erfolgen für diese Aufträge öffentliche Ausschreibungen, dann muss die ausschreibende Stelle die technische Leistungsfähigkeit überprüfen und dafür nicht Befugte ausscheiden.
Europa zu Gast
Liebe Lohnunternehmerin und Lohnunternehmer, geschätzte Mitglieder,
Die VLÖ ist seit Juli 2018 vollwertiges Mitglied im europäischen Verband für Lohnunternehmen namens CEETTAR. Auf europäischer Ebene werden länderübergreifende Themen, wie die Maßnahmen und Schlussfolgerungen der GAP und des Green Deal für unsere Mitgliedsbetriebe bearbeitet. Die GAP hat auf den gesamten landwirtschaftlichen und ländlichen Dienstleistungssektor ihre Auswirkungen. Zu den Aufgabenfeldern der CEETTAR zählen ebenso Fragen zur Nutzung der Landtechnik von morgen, die Rolle unserer Unternehmen als Partner der Land- und Forstwirte und des ländlichen Raums und die vollständige Anerkennung des Sektors als Problemlöser für die Land- und Forstwirtschaft.
Auch wenn Politiker heute noch fordern, dass sich die Landwirte die neueste Technik selbst leisten können müssen, sehen wir das Faktum, dass nur der überbetriebliche Einsatz von Maschinen und die Arbeitserledigung durch Spezialisten – wie von uns Lohnbetrieben – die einzige Antwort auf die Veränderungen von morgen ist. Es geht darum die Anforderungen zuverlässig und kostengünstig zu bewerkstelligen und nicht unbedingt im Besitz dieser Technik zu sein. Mit den steigenden Zinsen wachsen auch Verpflichtungen bei den Finanzierungen von investiertem Kapital.
Ausstattung der Forsttechnik in Österreich
Erhebung bei Forstbetrieben größer 200 Hektar und gewerblichen Forstunternehmen
Nach mehr als 30 Jahren hat der Fachbereich Forsttechnik des Bundesforschungszentrums für Wald (BFW) im Jahr 2020 die vorhandene Holzerntetechnik erhoben. Die Forstbetriebe und insbesondere die Forstunternehmen haben demnach eine beeindruckende Holzerntekapazität aufgebaut.
Seit der letzten Erhebung im Jahr 1986 hat sich die Technik sehr stark verändert. Die Holzernte wurde von den Forstbetrieben zunehmend an Forstunternehmen ausgelagert. Daher wurden bei der aktuellen Erhebung zusätzlich zu den Forstbetrieben mit mehr als 200 Hektar auch die gewerblichen Forstunternehmen befragt. Das BML hat das Projekt unterstützt.
Laut Holzeinschlagsmeldung ging seit 1980 die Entwicklung der als „Fremdwerbung“ ausgewiesenen Holzernte von 25 % auf mittlerweile fast 50 % stetig nach oben. Bei Forstbetrieben größer 200 Hektar begann ab 1985 sogar ein sprunghafter Anstieg der fremd vergebenen Holzernte auf mittlerweile 75 % des Gesamteinschlages
In Summe stellten 56 % (825 Betriebe) der Forstbetriebe und 69 % (2680 Unternehmen) der Forstunternehmen ihre Daten bereit. Die teilnehmenden Forstbetriebe und Forstunternehmen beschäftigen rund 7000 Personen in der Holzernte und Waldpflege. Rechnet man die Saison- und Teilzeitbeschäftigten auf Vollzeitbeschäftigung um, ergeben sich rund 5.500 Vollzeitbeschäftigte.
Forstbetriebe größer 200 Hektar erledigen nur ein Viertel der Holzernte selbst
Rund ein Drittel der beteiligten Forstbetriebe gaben an, weder über Personal noch über technische Ausstattung für die Waldarbeit und Holzernte zu verfügen, sämtliche Arbeiten werden an Dienstleister vergeben.
Fast ein Viertel der Betriebe haben Motorgeräte sowie einige Arbeitskräfte für die Waldpflege zur Verfügung, nicht jedoch für die Holzernte. In diesen Betrieben wird meist zumindest ein Teil der Waldpflege mit eigenen Arbeitskräften durchgeführt, die Holzernte wird zur Gänze vergeben.
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